Die neue Normalität nach COVID-19

Artikel von Pamela Ghosal, General Manager Marketing Communications EMEA, OKI Europe Ltd.
 
Die Coronavirus-Pandemie hat das Leben von Menschen weltweit auf verschiedene Weise verändert. Der Lebensstil, an den wir uns seit Jahren gewöhnt haben, hat sich in einem Augenblick in Luft aufgelöst. Unsere Freiheit wurde zurück- und unser Alltag auf den Kopf gestellt, um dem Gebot der sozialen Distanzierung zu genügen und dadurch die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
 
Wir alle warten voller Ungeduld darauf, dass die vorübergehenden Einschränkungen gelockert werden und wir zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können. Aber wie wird die Welt aussehen, wenn die Krise vorbei ist? Wird alles beim Alten bleiben? 
 
Wir alle werden hoffentlich den Freiheiten, Beziehungen und Gestaltungsmöglichkeiten, die jeder für sein Leben hat, eine größere Bedeutung beimessen und nicht mehr alles als selbstverständlich ansehen. Aber was wird sich außerdem nach der Pandemie auf der Welt für immer ändern?
 
Neue Arbeitsweisen
 
Die Ansicht, dass sich Covid-19 erheblich auf die Arbeitsweise von Unternehmen aller Branchen und Größen auswirken wird, ist weit verbreitet. Diese Auswirkungen werden wahrscheinlich dauerhaft und tiefgreifend sein. Viele Mitarbeiter werden die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, schätzen lernen und sich fragen, warum sie überhaupt ins Büro gehen sollen. Gleichermaßen sind viele Unternehmen, die sich bisher bei Fernarbeit zurückhaltend gezeigt haben, jetzt gezwungen, diese zu ermöglichen, und stellen dabei fest, dass dies nicht automatisch zu einer Verringerung der Produktivität führt. Infolgedessen werden Unternehmen vermehrt auf Richtlinien für flexibles Arbeiten setzen, und das Arbeiten von zu Hause aus wird zunehmen. 
 
So prognostiziert der Vorstand von WordPress, Matt Mullenweg: „Millionen von Menschen haben die Möglichkeit, ein Leben ohne aufwendiges Pendeln kennenzulernen, und können auch dann flexibel von zu Hause aus arbeiten, wenn ein Familienmitglied krank ist. Daraus ergibt sich die Chance, unsere Arbeitsmethoden grundlegend zu überdenken und zu ändern."
 
Dabei geht es nicht nur darum, wo, sondern auch wie wir arbeiten. Viele von uns werden sich schnell daran gewöhnen, Meetings über Videokonferenzplattformen abzuhalten, und diese Technologie auch dann noch nutzen, wenn von dem Virus keine Gefahr mehr ausgeht. Unternehmen können sich auch dafür entscheiden, Dienstreisen zu reduzieren, wenn sie erkennen, dass die Erreichung von Zielen und die Umsetzung von Vorhaben auch ohne persönliche Meetings möglich sind. 
 
Neubewertung von Prioritäten
 
Zweifellos werden sich Arbeitsweisen ändern. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Menschen, die sich zu Hause eingesperrt fühlen und die es sehr schätzen werden, wieder in ihre vertraute Arbeitsumgebung im Büro zurückzukehren, in der sie sich bisher wohl gefühlt haben. Sie werden in Zukunft einen höheren Wert auf persönliche Interaktionen legen. 
 
Diese Wertschätzung für das, was wirklich wichtig ist, gilt auch für andere Lebensbereiche. Bill Shankly, der legendäre Trainer des FC Liverpool meinte einmal: „Manche Menschen glauben, dass Fußball eine Frage von Leben und Tod ist. Ich versichere Ihnen, dass es viel wichtiger ist.“ Millionen Sportbegeisterte haben dem zugestimmt. Mittlerweile klingt das absurd. Die Krise hat zu einer Neubewertung des in der Gesellschaft verbreiteten Heldenkults um Fußballspieler, Sportler und andere Stars geführt und uns Zeit zum Innehalten und zum Nachdenken darüber gegeben, welche Dinge wir im Leben wirklich schätzen sollten. 
 
Infolge der Pandemie wird es auch eine neue Wertschätzung für wichtige Berufe geben, die grundlegend für das Funktionieren unserer Gesellschaft sind, wie z. B. Ärzte und Pflegekräfte, aber auch Mitarbeiter bei Entsorgungsunternehmen, im Einzelhandel sowie im Transportwesen. Gerade solche Arbeiten, die das Stigma der „niedrigen Qualifikation“ bzw. der „niedrigen Wertschöpfung“ trugen, haben sich in allen Ländern als entscheidend erwiesen. 
 
Jede Sekunde zählt
 
Wenn die Normalität zurückkehrt, möchten Menschen vor allem so viel Zeit wie möglich mit Familie und Freunden verbringen, nachdem es lange nur möglich war, sich per Bildschirm zu sehen. Elektronische Geräte haben sich als Rettungsanker für soziale Interaktion erwiesen, können jedoch den direkten Blickkontakt, einen Händedruck oder gar eine Umarmung nicht ersetzen. Es hat sich gezeigt, dass so etwas nicht selbstverständlich ist. Der Perspektivenwechsel und die neue Prioritätensetzung werden hoffentlich zu den positiven Folgen dieser Phase extremer Herausforderungen gehören. 

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